top of page

Die Dauerwelle – Technik, Geschichte und moderne Umformung

Dein Dauerwellen-Ratgeber   Wissen, Pflege & Stil

Was heute selbstverständlich wirkt, war einst eine technische Revolution.
Die Dauerwelle ist nicht einfach eine Frisur – sie ist eine der bedeutendsten Entwicklungen in der Geschichte des Friseurhandwerks.

Seit der ersten elektrischen Dauerwellenmaschine von Karl Ludwig Nessler im Jahr 1909 hat sich die Umformtechnik stetig weiterentwickelt. Aus einer experimentellen Apparatur wurde eine weltweit etablierte Methode zur dauerhaften Strukturveränderung des Haares.

Diese Seite erklärt, was eine Dauerwelle wirklich ist, wie sie funktioniert – und warum sie bis heute relevant bleibt.
 

Was ist eine Dauerwelle?

Eine Dauerwelle ist eine dauerhafte chemische Umformung der Haarstruktur.
Dabei werden die sogenannten Disulfidbrücken (Schwefelverbindungen) im Haar gezielt gelöst, neu geformt und anschließend fixiert.

Das Ergebnis sind:

  • Locken

  • Wellen

  • oder gezielte Volumenstrukturen

Je nach Technik, Haartyp und gewünschtem Effekt.

Im Gegensatz zu temporärem Styling verändert die Dauerwelle die innere Struktur des Haares – nicht nur die äußere Form.
 

Welche Arten von Dauerwellen gibt es?

Die moderne Dauerwelle ist differenziert und individuell anpassbar. Zu den wichtigsten Varianten gehören:

Alkalische Dauerwelle
Stärker wirkend, geeignet für kräftiges oder widerstandsfähiges Haar.

Saure Dauerwelle
Schonender, ideal für feines oder empfindlicheres Haar.

Digitale Dauerwelle (Digital Perm)
Kombiniert chemische Umformung mit kontrollierter Wärmetechnik für weich fallende, natürliche Wellen.

Volumenwelle / Soft Waves
Zielt weniger auf definierte Locken als auf Struktur, Bewegung und Ansatzvolumen.

Die Zeiten einheitlicher „80er-Jahre-Locken“ sind vorbei.
Heute geht es um kontrollierte, typgerechte Ergebnisse.

 

Wie lange hält eine Dauerwelle?

Die Haltbarkeit hängt von Haarstruktur, Technik und Pflege ab.
Im Durchschnitt bleibt eine Dauerwelle etwa 6 bis 12 Wochen sichtbar.

Der natürliche Haaransatz wächst glatt nach, während die umgeformten Längen bestehen bleiben. Mit der Zeit lockert sich die Struktur, ohne abrupt zu verschwinden.

Ist eine Dauerwelle schädlich?

Eine Dauerwelle ist ein chemischer Prozess – das lässt sich nicht umgehen.

Richtig durchgeführt und auf die Haarstruktur abgestimmt, bleibt das Haar jedoch elastisch und kontrollierbar. Schäden entstehen meist durch:

  • falsche Wirkstoffwahl

  • überlange Einwirkzeiten

  • bereits stark strapaziertes Haar

  • unsachgemäße Heimbehandlungen

Entscheidend ist eine professionelle Analyse vor der Behandlung.
 

Für wen eignet sich eine Dauerwelle?

Eine Dauerwelle kann sinnvoll sein bei:

  • feinem Haar mit wenig Stand

  • sehr glattem Haar ohne Bewegung

  • Wunsch nach dauerhafter Lockenstruktur

  • strukturierten Kurzhaarschnitten

  • Retro- oder Vintage-Styling

Nicht jedes Haar ist automatisch geeignet.
Besonders blondiertes oder stark vorgeschädigtes Haar sollte sorgfältig geprüft werden.

 

Wer hat die Dauerwelle erfunden?

Die erste elektrische Dauerwellenmaschine wurde 1909 von Karl Ludwig Nessler in London patentiert.

Sein System arbeitete mit elektrisch beheizten Metallstäben und mechanischer Spannung – eine damals spektakuläre Verbindung aus Handwerk und Technik.

In den 1920er Jahren expandierte Nessler in die USA und baute eine industrielle Struktur rund um seine Erfindung auf. Das Unternehmen wurde später unter dem Namen Nestle-LeMur Company bekannt.

Die Dauerwelle war damit nicht nur eine Frisur – sondern der Beginn einer technologisch geprägten Beauty-Industrie.
 

Von der Apparatur zur Standardtechnik

Die frühen Maschinen waren schwer, komplex und zeitintensiv. Kundinnen saßen unter elektrisch beheizten Konstruktionen, während das Haar mechanisch geformt wurde.

Mit der Zeit entstanden:

  • vereinfachte Salon-Systeme

  • chemische Kaltwellen

  • Heimgeräte

  • moderne Thermotechniken

  • digitale Steuerungssysteme

Die Dauerwelle entwickelte sich von einer experimentellen Apparatur zu einem festen Bestandteil professioneller Haarumformung.

Warum die Dauerwelle bis heute relevant ist

Die Dauerwelle steht für mehr als Locken.
Sie markiert den Übergang vom rein handwerklichen Frisieren zur technisch gestützten Haarbehandlung.

Sie beeinflusste:

  • die Professionalisierung des Friseurberufs

  • die Industrialisierung von Haarpflegeprodukten

  • die Entwicklung moderner Umformtechniken

  • die wirtschaftliche Struktur der Beautybranche

Auch wenn Trends kommen und gehen – die Grundlage moderner Locken- und Wellen-Techniken basiert noch immer auf dem Prinzip der Dauerwelle.
 

Häufige Fragen zur Dauerwelle


Wie lange hält eine Dauerwelle?
Etwa 6 bis 12 Wochen, abhängig von Haarstruktur und Pflege.

 

Kann man eine Dauerwelle selbst machen?
Davon ist abzuraten. Eine falsche Anwendung kann zu Haarbruch oder ungleichmäßiger Struktur führen.

 

Ist die Dauerwelle noch modern?
Ja. Besonders Volumenwellen, Soft Waves und digitale Techniken erleben eine deutliche Renaissance.

Wer war Karl Nessler?
Ein deutscher Friseur und Erfinder, der 1909 die erste elektrische Dauerwellenmaschine patentierte und damit die Grundlage moderner Haarumformung schuf.

Die Dauerwelle ist keine Modeerscheinung.
Sie ist eine technische Innovation mit über hundert Jahren Entwicklungsgeschichte.

Wer sie versteht, versteht nicht nur eine Frisur – sondern den Ursprung moderner Haartechnologie.

In die Liste eintragen

Anmelden und erfahren, wann wir live gehen.

Vielen Dank!

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • LinkedIn

Kontakt


Armin Wolfarth
 

078 251 50 57

Möchtest du auf dem neusten Stand sein? Abonniere den Infoletter

Kontakt

bottom of page